Digitalisierung als Chance für Agenturen

Von Peter Schlack 25.07.2017

Ist es nicht so, dass der Kommunikationserfolg als relevante Kenngröße heute eher eine nachgestellte Disziplin ist? Dieser Frage will ich in diesem Blogbeitrag auf den Grund gehen.

Bild: Dennis Skley - Die Würfel sind gefallen auf Flickr. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons BY-ND.

 

An den Kunden so dicht, wie möglich heranzukommen - das ist das Ziel jeder Agentur. Denn: Nur die Nähe und das Verständnis für den Kunden und seine Produkte bringt einen nachhaltige Erfolg für das Unternehmen. Aber: wie bemisst sich der Erfolg?

Erfolg = Beitrag zur Leistung

Heutzutage geht es um den konkreten Leistungsbeitrag, den Agenturen für das Business ihre Kunden erbringen. Die zentrale Messgröße für den Erfolg von Agenturprojekten sind daher die klar definierten Business-Ziele der Kunden. Und nun wird aus einer überschaubaren Kommunikationsaufgabe plötzlich ein ziemlich komplexes Thema. Und das ist mit den klassischen Instrumenten der Branche allein kaum zu schaffen.

Wie sagt es doch der Kreativ-Chef Amir Kassaei von DDB so schön: „Egal was die Zukunft auch bringt, Agenturen werden nur durch Kreativität und Insights erfolgreich sein. Aber es wird unausweichlich, dass sie sich genau so der veränderten Technologie und Data Intelligence verschreiben, um in diesem Dreiklang Marketing- und Business-Probleme lösen zu können."

Die Einbindung wird zur zentralen Aufgabe

So, da sind wir beim Thema Digitalisierung. Und hier geht es nicht nur um Daten, Volumen, Vielfalt und Geschwindigkeit, sondern darum, wie man aus der Fülle von Wissen aus dem Unternehmen und seinem sozialen, wirtschaftlichen und politischen Umfeld relevante Informationen für eine geplante Kampagne generieren kann, die in die Business-Ziele des Kunden einzahlt. Deshalb müssen Kunden und externe Partner verstärkt in die Prozesse eingebunden werden. Und das idealerweise in Echtzeit. Die zentrale Herausforderung liegt darin, Informationen und Wissen aus den verschiedenen Quellen (Agenturteam, Kunden, externe Partner, soziale Medien) zusammenzuführen, systematisch auszuwerten und zur Entscheidungsfindung wieder in die Prozesse einfließen zu lassen. Hierfür steht heute eine Vielzahl von digitalen Instrumenten und Plattformen zur Verfügung.

Die Herausforderung für die Agenturen besteht allerdings nicht nur in der Beherrschung der digitalen Instrumente, sondern in der Fähigkeit, die durch Integration der unterschiedlichen Informationen entstehende Komplexität erfolgreich managen zu können. Können das die Agenturen überhaupt? Angesichts der hohen Taktung des Tagesgeschäfts in Agenturen eine große Herausforderung. 

Hier sind die Agenturen sicherlich auf Hilfe von Experten angewiesen, die sich im Agenturbusiness und in der digitalen Welt auskennen. Beck et al. Services hat speziell zur Unterstützung der Agenturen ein Team zusammengestellt, das in der digitalen Welt zu Hause ist und Erfahrungen aus Agenturen mitbringt. Mit unserem Angebot wollen wir in erster Linie die Chefs ansprechen, denn die Digitalisierung einer Agentur ist doch wohl
Chefsache. Oder?

Der Chef als treibende Kraft

Veränderung in einer Agentur sind wie in jedem anderen Unternehmen manchmal mühsam und nie frei von Konflikten. Denn: Mit der wachsenden Digitalisierung steht auch die Agilität der gesamten Agentur auf dem Prüfstand. Auf neue Anforderungen und Ideen muss häufiger und schneller reagiert werden. Die eigenen Mitarbeiter durch einen Transformationsprozess zu führen, ist keine leichte Aufgabe. Es kann nur gelingen, wenn die Chefs selbst die treibende Kraft sind. Gute Chefs verstehen es, ihren Mitarbeitern die Notwenigkeit der Veränderung, des Wandels in Zeiten zu vermitteln, in denen es der Agentur noch gut geht. Und sie für die Auswirkung der Digitalisierung zu sensibilisieren, die zwar vielleicht im aktuellen Moment noch nicht abzusehen sind, aber spätestens von der kommenden Kundengeneration eingefordert werden.

Mit diesen Chefs möchten wir gerne über die Digitalisierung ihrer Agentur sprechen.