Am Anfang steht die Zukunft (Teil 1)

Von Alexander Klier 12.05.2015
Am Anfang steht die Zukunft (Teil 1)

English Version

Die Social Business Arena war zum Teil gut besucht. Schade war, dass die Lage im Rahmen der CeBIT in Halle 4 nicht die beste war. Inhaltlich hatte sie nämlich viel zu bieten und hätte insofern wesentlich mehr Besucher verdient. Aber das lässt Spielraum für künftige Arenen.
Bild: Sebastian Thielke

 

Ist Social der Wegbereiter für die Zukunft? Genauer: Sind Social Software oder eine Social Collaboration Plattform Kennzeichen der digitalen Transformation in die Zukunft? Darauf suchte die Social Business Arena 2015 eine Antwort. Sie hat dazu in 3 Tagen mehr als 50 Experten als öffentliche Fachkonferenz aufgeboten. Dabei wurden wichtige Problemstellungen des Einsatzes von Social Software diskutiert. Wir von Beck et al. Services haben die Social Business Arena von Beginn an als Dienstleistungspartner unterstützt. Gleichzeitig nutzen wir diesen Rahmen, um uns intern darüber auszutauschen, was uns antreibt und wie wir den digitalen Wandel sehen. Und das nicht nur während der Social Business Arena, sondern bereits weit im Vorfeld sowie auch im Nachgang. Mit diesem Blogbeitrag wollen wir ein kurzes inhaltliches Resumee dazu ziehen und zugleich auf die Ergebnisse der Konferenz und offene Fragen der Zukunft zu verweisen. Am einfachsten beginne ich damit, was uns im Vorfeld der Social Business Arena bewegt hat. Dem folgt eine Betrachtung dessen, was schließlich nach der Social Business Arena aus unseren Ideen geworden ist bzw. was als Ergebnis festzuhalten wäre. Mit welchen (inhaltlichen) Beiträgen wir die Social Business Arena selbst bereichert haben, analysiere ich kurz im zweiten Teil dieses Blogs (hier).

 

Unsere Vorbereitungen auf die Arena

Die Wahl der Technologie spielt in unseren Augen eine zentrale Rolle bei der digitalen Transformation in die Zukunft. Das hatte Siegfried Lautenbacher bereits im Vorfeld der Social Business Arena deutlich gemacht. Sowohl im Rahmen eines Interviews, in dem er betonte, dass jedes Unternehmen andere Voraussetzungen mitbringt, als auch im Pre-Konferenz Hangout.
Doch was können Unternehmen konkret tun, um die richtige Technologieauswahl wohlüberlegt entscheiden zu können? Darauf wollten wir eine Antwort geben und deshalb trieben uns im Vorfeld der Social Business Arena zwei Fragen um:

  1. Wie können wir deutlich machen, dass es bei der Einführung einer Social Collaboration Plattform primär nicht um die Frage elaborierter und ausgefeilter Planungen, sondern um das Umsetzen, das Tun in kleinen Schritten  geht? Und wie können wir hierbei die Unternehmen fundiert begleiten?
  2. Was bedeutet die digitale Transformation für die Arbeit bzw. wie verändern sich in Zukunft die Rahmenbedingungen der Arbeit? Was ist zur positiven Ausgestaltung zu tun? Welche Empfehlungen können wir Unternehmen über die Einführung der richtigen Plattform hinaus geben?

Die Beantwortung der ersten Frage führte bei uns zum Konzept der Social Scouts, die durch ein Social Guidebook ergänzt und von einer eigenen Webseite (Social+Machen - hier) begleitet wurden. Die Erwartungen bezüglich des Konzepts waren sehr unterschiedlich. Was sich auf jeden Fall im Rahmen des Feedbacks während und nach der Arena positiv ergeben hat war, dass die Grundkonzeption, nämlich einen individuellen Zugang zu ermöglichen bzw. an den konkreten Erfahrungen und Bedürfnissen der Kunden anzusetzen und daraus erst eine "Tour" abzuleiten (als Rundgang aber auch als Plan zur Realisierung zu verstehen),  einen tollen Anklang fand. Daran werden wir nicht nur für die Social Business Arena 2016 weiterarbeiten.

Unser Social Scout Konzept mit Guidebook. Prädikat: Besonders wertvoll. Jedenfalls wenn wir vom Feedback derjenigen ausgehen, die unser Social Scout Guidebook bekommen haben. Es bietet jedenfalls viel Raum für eigene Gedanken zum Thema Social Collaboration.
Bild: Siegfried Lautenbacher

 

Zur Beantwortung der zweiten Frage formulierten wir zum einen eine Beschreibung, warum die digitale Transformation eine richtige Analyse der derzeitigen Situation darstellt: Weil eine Transformation gegenüber einer Revolution von einem Übergang ausgeht, der zeitlich sehr viel länger dauern kann und von daher auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten aufweist (hier ist der Originalbeitrag). Daneben - und in Bestärkung der Antwort auf die erste Frage - haben wir für uns klargestellt, dass die digitale Revolution kein Naturereignis ist, sondern etwas, das durch Menschen organisiert wird. Und demzufolge auch gestaltet werden kann (hier) - aber auch gestaltet werden muss. In zwei weiteren Blogbeiträgen (hier und hier), aber auch im Rahmen des Blogs der Social Business Arena unter dem etwas provokanten Titel "Künftige Rahmenbedingungen der Arbeit fordern echte Entgrenzung!" beschrieben wir schließlich konkreter die Ausgangsbedingungen der Veränderung, wie wir sie sehen. Erst durch eine vernünftige Analyse scheint es uns nämlich möglich zu erklären, was der digitale Wandel für die Arbeit von morgen bedeutet. Erst daraus ergibt sich, auf welchen Ebenen was zu regeln ist und natürlich, wie eine entsprechende Kultur aussehen könnte. Alle unsere Beiträge dienten auch zur Vorbereitung der im Rahmen der Arena stattfindenden Diskussionen, an denen wir beteiligt waren (Teil 2). Wie geht es für uns weiter? Auch wie es weitergeht folgt diesen zwei Aspekten, also zum einen der Frage der Social Scouts als geeignetes Instrument zur Auswahl der richtigen Technologie (Plattform) und zum anderen der Consulting Angebote bezüglich einer digitalen Transformation hin zum digitalen Arbeitsplatz. Konkret ergaben sich bei uns aus der Vorbereitung und Teilnahme an der Social Business Arena zwei Folgeprojekte bzw. -entwicklungen: Der Social Compass und das Social Roadbook II.

Social Compass

Der Social Compass ist unsere Weiterentwicklung des bereits seit längerem im Einsatz befindlichen Social Readiness Check. Wir haben damit ein bereits bewährtes Tool weiterentwickelt. Als Werkzeug dient der Compass zur Orientierung und momentanen Standortabbildung des jeweiligen Unternehmens. Mit dem Social Compass können die Richtung der Strategie, die Ausrichtung der Plattform und vor allem die nächsten (kleinen und konkreten) Schritte geplant werden. Der Compass ist ein Ansatz, der auf der Ganzheitlichkeit unseres Portfolios aufbaut, vernetzte Bereiche schafft und dabei die Erfahrungen und Bedürfnisse der betroffenen Unternehmen berücksichtigt.

Social Roadbook II

Gut angenommen wurde auf der Social Business Arena - und auch danach - das Social Scout Guidbook (Notizbuch). Die Idee, dass sich Kunden oder potentielle Interessenten ihre eigenen Gedanken zu den von uns aufgelisteten 12 Themen machen war sogar äußerst erfolgreich. Es ist insofern für uns und auch für interessierte Unternehmen eine hervorragende Basis, um in Workshops verwendet zu werden. Grund genug, unsere erweiterten Erfahrungen in einem noch weiter führenden Werk zu beschreiben: Dem Social Guidebook II. Damit wird die Zukunft der digitalen Transformation für das eigene Unternehmen noch greifbarer dargestellt. Anhand der eigenen Bedürfnisse und Erfahrungen, die auch den Weg der Umsetzung und die Auswahl der Plattform mitbestimmen. Denn auch hier steht die Zukunft am Anfang!

Über den Autor

Alexander Klier Social Learning Consultant
Social Collaboration und Social Learning gehören zusammen. Gemeinsam denkt man weiter.

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