Das neue Intranet für den digitalen Wandel - Wagen Sie den Neuanfang

Von Sebastian Thielke 12.01.2016
Das neue Intranet für den digitalen Wandel - Wagen Sie den Neuanfang

Es schallt von allen Seiten: Die digitale Revolution liegt vor uns und wir sind mittendrin. Aber die Stimmen, die das sagen, rufen auch, dass Deutschland eine digitale Wüste sei. Das machen die unterschiedlichen Autoren vor allem an der Infrastruktur und dem oft nicht so guten Ausbau der Datenverbindungen fest. Selbstverständlich ist dies ein notwendiger Grundbaustein für die Digitalisierung und den digitalen Wandel. Aber der digitale Wandel es darf eben nicht nur auf dieser Ebene betrachtet werden. Viele der deutschen Unternehmen sind trotz der Rede von der digitalen Wüste mitten im Wandel. Sie richten Prozesse, Produktion und eben auch Kommunikation sowie Zusammenarbeit auf die neue Anforderungen der digitalen Welt aus. Sie zeigen damit Initiative. Was jedoch fehlt, ist der Mut und die Entscheidung, es nicht nur im kleinen „Labor“ zu versuchen, sondern eben in allen Funktionssilos und Wertschöpfungsbereichen der Unternehmen umzusetzen. Unternehmen besitzen dabei ein digitales Fundament - das Intranet. Dieses hat sich aber durch die neuen Entwicklungen überholt und muss erneuert werden - von Grund auf.

Der digitale Wandel ist selbstverständlich die große Herausforderung unserer Zeit. Wir wissen, dass alte Geschäftsmodelle nicht mehr funktionieren. Was vor ein paar Jahren noch belächelt wurde, ist für viele Unternehmen die harte Realität eines Überlebenskampfes geworden. Dass Amazon zu einem erfolgreichen internationalen Mitspieler werden würde, war noch vorhersehbar. Aber dass „Anfängerunternehmen“ wie Uber und airbnb so viel Aufmerksamkeit und Marktanteile erhalten, damit hat keiner gerechnet. Sie haben dies erreicht, weil sie ihre Geschäftsmodelle am digitalen Umfeld ausgerichtet haben. Sie sind nicht nur auf das Internet beschränkt, sondern vernetzen ihre Produkte, Themen und Kunden über alle Bandbreiten der digitalen Nutzung hinaus. Diese Unternehmen hatten dabei den Vorteil, dass sie im digitalen Wirtschaftsraum angefangen haben.

Vom klassischen Unternehmen in die digitale Wirtschaft

Wir stehen vor einem größeren Wandel, als wir ihn uns vorstellen können. Gründungen von Unternehmen im digitalen Umfeld stoßen klassische Wertschöpfungen um und zerstören sogar ganze Märkte. Wir kennen diese Disruption am Beispiel von Kodak. Aber die Entwicklung macht natürlich hier nicht halt. Große und etablierte Konzerne geraten durch Herausforderer ins Wanken. Sie schaden sich durch alte Verhaltensweisen und langsame Prozesse selbst. Zudem werden sie in diesen Situationen von den mehr als flexibel aufgestellten neuen Mitspielern überholt. Tesla vs. VW, um nur einen dieser Fälle zu benennen.

Die Herausforderungen, die uns erwarten, können wir nur erahnen. Aber wenn wir alleine nur einen Blick auf die unterschiedlichen Aspekte der intelligenten Assistenten werfen, dann stellen wir schnell fest, dass sich im digitalen Wandel sehr viel für alle ändern wird. Was ist, wenn intelligente Systeme oder sogar künstliche Intelligenzen wie Watson unsere Arbeit übernehmen? Wie begegnen die Mitarbeiter dieser Innovationen und vor allem wie bereiten die Unternehmen sie darauf vor? Dies ist sicherlich keine Frage des ob, es ist vielmehr eine Frage des wie schnell und wie kompetent.

Das neue Intranet als Erlebnis- und Ereignishorizont

Unternehmen haben schon früh erkannt, dass die Informationsbereitstellung und auch die Verteilung wichtige Aspekte in der Produktivität im Unternehmen sind. Es sind keine Hygienefaktoren oder Schönheitsattribute mehr. Sie sind Bestandteile der direkten, wie auch indirekten Wertschöpfung der Unternehmen. Hinzu kommen die Aspekte der Verfügbarkeit, der Zusammenarbeit, des Austausches und der Aktualität. Wenn das Intranet genau diese Aspekte abdecken kann, dann ist eine Basis für den digitalen Wandel des Unternehmens geschaffen. Das Verständnis, die Akzeptanz und der Wandel an sich werden nur mit Hilfe einer gemeinsamen Plattform für alle Beteiligten des Unternehmens erfolgreich hergestellt und gemeistert.

Die richtige Plattform bietet dabei die Möglichkeit einer schnellen und flexiblen Zusammenarbeit, des aktuellen und zeitnahen Austauschs und den ungehinderten Flusses von wichtigen sowie entscheidenden Informationen.

Wie sich dieses Intranet ausgestaltet, ist nicht mehr an eine bestimmte Form gebunden. Vielmehr passt sich die Form dem Unternehmen an und ermöglicht dabei das nahtlose, einfache wie auch sinnvolle Arbeiten auf der Plattform, oder eben durch das Intranet. Das Intranet wird somit der ständige Bestandteil des Arbeitsplatzes und der Mitarbeiter, die dabei bei Bedarf auch mal das Endgerät von Laptop auf Smartphone wechseln - oder auf das Tablet und wieder zurück.

Ich glaube es ist wichtig, dass man sich von den klassischen Portaldesigns und Internetseiten lösen muss und das Intranet eher als arbeitsbefähigende, vernetzende und im Hintergrund befähigende Arbeitsplatzlösung sehen sollte. Die Webseite mit der wir ins Intranet starten, ist als Bild und Anwendung nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr sind Kollaborationsplattformen, mobile Apps oder Integrationen die akzeptierten Lösungen. Im Vordergrund stehen immer die Einfachheit und die Erleichterung der täglichen Arbeit.

Ziel: Der digital gebildete Mitarbeiter

Wenn das Unternehmen sich anhand eines solchen Intranets oder Plattform entwickelt, dann schafft es auch die Basis für die weiteren digitalen Wandelthemen. Vor allem ist es aber auch eine Akzeptanz-, Verständnis- und Implementierungsplattform für alle Bestandteile der digitalen Transformation. Umsetzungen können sich koordinieren und die Zusammenarbeit in den Projekten gestalten, Entscheidungen und Kommunikation funktionieren schneller und präziser und die das Unternehmen in sich wächst zu einem reaktiven und flexiblen Organisationskörper. In vielen Fällen könnte man sogar behaupten, dass die Unternehmen an Dynamik und Innovation gewinnen.

Befähigen wir die Mitarbeiter digital zu arbeiten, zu kommunizieren und zu denken, dann werden entsprechend auch die digitalen Transformationen gelingen und wir vermeiden die Entwicklung eines digitalen Grabens zwischen Mensch und Maschine.

Vor der Transformation die Grundlagen schaffen

Nutzen Sie also die Chance, die mit dem großen Aufbruch kommt! Schauen Sie auf Ihr Intranet und suchen sich die Punkte, die es gilt auszubauen oder umzugestalten. Stellen Sie sich die Frage, ob Ihre Informationsplattform den Ansprüchen einer Digitalisierung und Vernetzung eines Unternehmens entspricht:

  • Zusammenarbeit
  • Austausch und Kommunikation
  • Teilen von Informationen
  • Gemeinsame Arbeitsräume
  • Endgeräte angepasste Nutzung
  • Verfügbarkeit
  • Vernetzung
  • Ein einfaches Instrument für den Mitarbeiter

Wenn Sie sich diese Punkte anschauen, dann werden Sie sicherlich feststellen, dass es viel zu tun gibt. Stellen Sie Ihre Mitarbeiter in den Fokus der Änderung und richten Sie die Neugestaltung Ihres Intranets nach dem Menschen und der Digitalisierung Ihres Unternehmens aus.

Nur wenn Ihre Mitarbeiter digital arbeiten, dann wird auch Ihr Unternehmen digital. 

Über den Autor

Sebastian Thielke Consultant für Digital Transformation
Social Business und Enterprise 2.0 - Strategieentwicklung, Enablement, Kommunikation sowie Wertschöpfung mit dem Hauptaugenmerk: Der Mensch macht das Unternehmen.