Erfolgsbausteine für die digitale Arbeitsorganisation (Teil 1)

Von Sebastian Thielke Von Alexander Klier 09.05.2016
Erfolgsbausteine für die digitale Arbeitsorganisation (Teil 1)

Die diesjährige Enterprise Digital Arena war zu jedem Zeitpunkt gut besucht. Das gilt für beide Diskussionsorte und für beide Tage. Auch die Diskussionen selbst waren inhaltsreich und spannend zu verfolgen.
Foto: Alexander Klier. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons (BY-SA) möglich.

Erfolgsbausteine für die digitale Arbeitsorganisation. Von einer Social Collaboration zur digitalen Arbeitsorganisation. Unter diesem Motto stand die Enterprise Digital Arena (EDA) im Rahmen der diesjährigen CeBIT. Als öffentliche Fachkonferenz gestaltet bot sie am 16./17.03.2016 wieder ein breit gestreutes Rahmenprogramm zum Thema digitale Transformation, zu dem vor allem betriebliche Experten beigetragen haben. Wir bei Beck et al. Services waren dabei von Anfang an stärker involviert, weil wir uns auch als Partner der Arena sehen, der dazu beitragen will, dass die Diskussion sowohl zwischen den Mitgliedern der Community der Social Business Anbieter stattfindet, als auch Argumente für Entscheider und Abnehmer in Unternehmen debattiert werden.

Dieser Blogbeitrag fasst, zwar reichlich spät, aber dadurch immerhin mit etwas Abstand auch genügen Reflexionszeit, die wesentlichen Inhalte von zwei diskussionsreichen, anstrengenden aber auch erfolgreichen und sehr kollaborativen Tagen zusammen. Dabei werden wir (AlexanderKlier und Sebastian Thielke) uns auf die Themen beschränken, bei denen wir selbst als Beck et al. Services an der Diskussion beteiligt waren. Nach und nach werden wir auch die dazu vorhandenen Materialien, vor allem etwaige Videoaufnahmen der spannenden Diskussionen hinterlegen. Aufgrund der inhaltlichen Dichte gestalten wir das in zwei Blogbeiträgen, die aufeinander bezogen sind, aber grundsätzlich die beiden Tage getrennt beleuchten. Hier also ist Teil 1, gewidmet dem 16.03.2016. Zum Teil 2, der über den 17.03.2016 berichtet gelangen Sie hier direkt, oder im Anschluss an diesen Beitrag.

Eingeladen zur Teilnahme hatte Siegfried Lautenbacher übrigens auch hier im Rahmen unseres Corporate Blogs .

 

Tag 1: 16.03.2016

Bereits die Eröffnungsdiskussion widmete sich voll dem Thema der (R)Evolution des digitalen Unternehmens. Björn Negelmann, Tessa Forsblad und Siegfried Lautenbacher stellten die inhaltlichen Weichen für die anschließende Experten-Panel.

 

Social Collaboration Technology - welche Unterschiede gibt's?

Zu dieser Frage diskutierten im Rahmen eins Expertenpanel Siegfried Lautenbacher, Neal Riley, Jörg Allmann, Joachim Haydecker, Martin Heers und Trudi Schifter mit Dion Hinchcliffe. Björn Negelmann moderierte das Panel. Hier ist der Video-Mitschnitt hinterlegt.

Ausgangspunkt der Diskussion im Rahmen dieses Panel war die Frage, was zu beachten ist, wenn eine Social-Collaboration im Zentrum der Arbeit steht. Und wie sich diese Unterschiede möglicherweise auf die konkrete Arbeit auswirken. Insofern gibt es zwar zum Teil deutliche Unterschiede bezüglich der einzelnen Technologien, aber ebenfalls gibt es noch viel Raum für Experimente und das ausprobieren neuer Methoden. Leider tritt dabei sofort das Problem auf, dass es bisher noch keine genormten Schnittstellen gibt und somit verschiedene Lösungen auf dem gleichen Unternehmen keine Integration erfahren. Was es wiederum, so stellte es jedenfalls Siegfried Lautenbacher dar, leichter macht sich von der Idee zu verabschieden, dass es nur eine einzige optimale Plattform gibt. Viele Gruppen und Teams haben meist ihre eigenen hochproduktiven Wege und Tools. Entscheidend bleibt es gerade deshalb, dass der Community Ansatz dem Einsatz einzelner noch so effizienter Instrumente überlegen ist. Diesem Ansatz wiederum nähert man sich am besten über das finden der entsprechenden Use-Cases. So gesehen wäre eine Evolution von Kollaborationstechnologien immer dann gegeben, wenn sie das Optimum für die jeweiligen Teams bieten. Dabei sollte zu aller erst geklärt werden, welches Ziel die Zusammenarbeit hat und wie eine Integration in die Geschäftsprozesse gelingt.

Bild: Screenshot eines Tweets von Ellen Trude zum Thema Arbeiten 4.0 im Nachgang zur Enterprise Digital Arena 2016.

 

Herausforderungen zum Arbeiten 4.0

Dr. Winfried Felser diskutierte mit Dr. Ole Wintermann, Joachim Haydecker und Sebastian Thielke zu Fragen der Herausforderungen des Arbeitens 4.0. Moderiert von Alexander Kluge gab es vorab einen Impuls durch Dr. Peter Geißler. Hier ist der Video-Mitschnitt hinterlegt.

Arbeit 4.0: das erforderte zunächst einmal die Klärung dieses "Kaugummibegriffs", denn darunter werden – je nach Unternehmen – sehr viele unterschiedliche Dinge verstanden. Am deutlichsten wird das im Kontrast zum Begriff arbeiten 1.0, bei dem auf der Werkzeugebene individuelle Tools, wie etwa E-Mails, zum Einsatz kommen. Auf der Ergebnisebene stehen hier im Transparenz und eine weitgehend hierarchische Struktur der Arbeitsprozessorganisation. Arbeit 4.0 bedeutet demgegenüber den Einsatz kollaborativer Werkzeuge wie etwa Wikis und auf der Ergebnisebene kollaborative Zusammenarbeit in Netzwerkstrukturen. Der Hauptteil der Diskussion ging um die Frage, wie man konkret vom Arbeiten 1.0 zum Arbeiten 4.0 gelangen könne, da sich hier ein typisches Henne-Ei-Problem ergäbe und es jenseits der Filterblase auf der CeBIT doch massiv Probleme beim Wandel lokalisieren ließen. Wichtig war der Hinweis, dass der Sinn der digitalen Zusammenarbeit vor der Funktion zu erklären sei und dass es auch nicht darum gehen könne, die Beschäftigten zu Schulen, sondern das Geld investiert werden müsse, um die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen. Oder noch besser: Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um sie vor Ort und in den Projekten "machen" zu lassen.

 

Konzept der #NextOrganisation - powered by #Competence Site

Zum Abschluss des ersten Tages gab es die Diskussion zu obigem Thema. An der Diskussion beteiligt waren: Dr. Peter Geißler, Alexander Kluge, Ralf Korb und Siegfried Lautenbacher. Es moderierte: Dr. Winfried Felser. 

 

Hier geht es zum Teil 2 bzw. den 17.03.2016 dieses zweiteiligen Blogbeitrags.

Über die Autoren

Sebastian Thielke Consultant für Digital Transformation
Social Business und Enterprise 2.0 - Strategieentwicklung, Enablement, Kommunikation sowie Wertschöpfung mit dem Hauptaugenmerk: Der Mensch macht das Unternehmen.

Alexander Klier Social Learning Consultant
Social Collaboration und Social Learning gehören zusammen. Gemeinsam denkt man weiter.

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