Slack et al. - Lernen von den Digitalen (2)

Von Matthias Geisler 21.04.2016
Slack et al. - Lernen von den Digitalen (2)

"True Ubiquity" echt funktionierende Allgegenwärtigkeit

 

Oh man, Freitag war es dann — fast — soweit:

… FAST bin ich der #chatbotfatigue anheim gefallen, nach dem ich auf nahezu allen Kannälen nurmehr Nachrichten zulesen bekam, getagged mit entweder #chatOps... oder "geschrieben" von #chatBots oder von Menschen über "Slack vs. xyz".

Drum lieber gleich hingesetzt und dem Phänomen(?) Slack mit dem versprochenen Folge-Post zur “True Ubiquity”, was ich jetzt mal ganz frei mit “echt funktionierender Allgegenwärtigkeit” übersetzen möchte, geschrieben.

Hier gilt — selten genug — mal, dass eine Marketingbotschaft, auf einer Produkt-Webseite verkündet, für voll, weil wahr genommen werden darf: Slack funktioniert wirklich überall — gleich.

Slack Everywhere.
(Bildquelle: slack.com/is)

… und damit hätten wir schon den Kern angesprochen: die Nutzererfahrung (User Experience/ UX) von Slack ist kohärent gleich(!) über alle Medien/ Formate hinweg, also Webseite, Desktop Anwendung und Mobile App (wobei ich nur für die iOS App ein Testament abgeben kann).

Und um es gleich zu sagen: Slack ist in meinen Augen dabei definitiv ein Vorreiter für die Zukunft des Enterprise Anwendungsdesign, nämlich "UX auf Endrundenniveau".

Und noch eines muss ich gleich loswerden: JA, KLAR DOCH gerade eine so sehr ansprechend umgesetzte Allgegenwärtigkeit wie am Beispiel Slack erfordert DEFINITIV den mündigen und selbstkritisch reflexiven Umgang mit der eigenen Mediennutzung (Stichwort: “Work-Life-Balance”) – weil logisch, auf’m Mobile kommen dann natürlich noch Notifications dazu. Meine Lösung hierzu: "offline ist das neue online" (wie auch schon bei E-Mail).

Überhaupt denke ich, dass es gerade die konsequent "Cross-Device" durchgezogene Umsetzung der folgenden 3 Aspekte ist, die die von mir als funktionierend empfundene "Allgegenwärtigkeit" der Slack Apps ausmacht:

  • die (moderne?) Interpretation von im Kern (-› Chat Historie) auf asynchron ausgelegte, text-basierte Kommunikation (hat ja eigentlich soooooo einen Bart; kennen wir schließlich ALLE von E-Mail und Chat/ Messsaging, und in all seinen Facetten) in Kombination
  • die immer optionale(!) synchrone Kommunikation (-› "Realtime Communication"), organisiert in nur zwei Formaten: Kanal (Channel) oder im direkten Kontakt (Direct Message), mit der optionalen(!) Möglichkeit der Verwendung von @-Mentions
  • und die mit Bedacht auf Relevanz ausgewählten Features (nicht ALLES was so grundsätzlich möglich wäre; z.B. noch kein Message-Threading - Google Wave, erinnert ihr Euch noch?)

Bevor ich jetzt gefragt werde – hier mal, ungefragt, meine Top 3 Slack App Features:

  1. Anmeldung und Umschaltung (Kontext-Switching) zwischen mehreren Slack Teams (=Accounts). In der Desktop App einfach per Tastenkombination, Mobile (iOS) "3-Finger-Wish Geste"
  2. Überhaupt, die gute Bedienbarkeit mit der Tastatur (jetzt mal primär der Desktop App), z.B. der "Quick Switcher" u.a. zur Auswahl von Kannal (Channel) oder im direktem Kontakt (Direct Message oder @-Mention).
  3. Und dann, klar -› "Reactions", also das Kommentieren von Beiträgen nicht in Wort sondern mit Emoticons. Gerade Mobil sehr praktisch, weil schnell, z.B. als Lesebestätigung.

Weiter geht's dann das nächste Mal mit Office Integration.

So long… <3

Über den Autor

Matthias Geisler Technical Architect
"I want the web to win as a platform."

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