Social Learning bedeutet Kollaboration

Von Alexander Klier 24.03.2015
Social Learning bedeutet Kollaboration

English Version

Auch Social Learning funktioniert nur, wenn man die grundlegenden Bedingungen beachtet, die Gruppen und ihre Arbeit auszeichnet. Dafür lässt es sich wunderbar mit einer Social Collaboration vereinen.
Bild: Denise Krebs - What is Learning? auf Flickr (hier). Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons - Namensnennung (BY).

 

Social-Learning und Social E-Learning sind im Moment in aller Munde. Einigkeit herrscht dabei in der Auffassung, dass Social-Learning und Social E-Learning die konsequente Weiterentwicklung des "Social Gedankens" bedeuten. Das heisst, dass nach den Social Media und einer Social Collaboration sowie einer Social Innovation und Social Creativity nun das betriebliche Lernen und das E-Learning unter dem Begriff Social segeln soll. Schwieriger ist eine Bestimmung dessen, was denn nun genau unter "Social" im Bereich des Lernens zu verstehen ist und ob Social Learning beispielsweise mit den Social Media und deren Nutzung zusammenfällt. Leichter ist es zu zeigen, dass es viele Gemeinsamkeiten mit dem, was wir unter einer Social Collaboration verstehen, gibt. Grund genug also, einen genaueren Blick auf das Thema Social Learning zu werfen.

 

Was Social Learning nicht ist

Um einem Missverständnis von Anfang an vorzubeugen: Social Learning ist nicht gleichzusetzen mit dem Lernen mit Social Media. Und es stellt auch keine besonders ausgefeilte Art von Wissensmanagement dar. Social Tools stellen zwar durch das ihnen eigene "Ethos" des Austauschens und Teilens eine besonders einfache und einladende technische Möglichkeit dar, Social Learning umzusetzen und zu praktizieren.  Social Learning ist dennoch keine digitale Lernform, denn seinen Ursprung hat es bereits in der analogen Welt. "However, although social tools takes can make learning a more powerful experience, social learning doesn’t demand the use of social tools, and the use of such tools doesn’t necessarily mean social learning will take place" (Jane Hart 2014, Social Learning Handbook). Für ein gelingendes Social Learning bedarf es vielmehr eigener didaktischer Überlegungen: Die bewusste Gestaltung der Lernbedingungen von und für Gruppen. Was besonders dann gilt, wenn Social Learning im betrieblichen Kontext funktionieren soll.

 

Was Social Learning auszeichnet

Social Learning findet zwar von Anfang an beim gemeinsamen Zusammenarbeiten statt. Es ist auch relativ einfach entlang der Prozesse, der Gruppen und im Bereich der Zusammenarbeit von Teams zu integrieren. Doch nicht jede Gruppe ist wiederum im gruppendynamischen Sinn eine Gruppe. Es geht sowohl beim kollaborativen Arbeiten, als auch beim sozialen Lernen um Gruppen, in denen in arbeitsteiliger Verantwortung und vor allem weitgehend autonom organisationale Prozesse gestaltet bzw. betriebliche Ziele umgesetzt werden. Oder aber ein gemeinsames Lernanliegen aufgegriffen wird. Das bedeutet auch, dass spezifische Voraussetzungen wie etwa Vertrauen (in die Gruppenmitglieder und in die Strukturen) oder Transparenz in der Kommunikation gegeben sein müssen. Als Lernmethode kann Social Learning die Vorteile, welche Social Media oder Social Software im Bereich des kollaborativen und sozialen Lernens aufweisen, vorteilhaft nutzen. Dazu werden die Gruppenprozesse didaktisch gezielt ermöglicht und über Social Software umgesetzt. Im Idealfall entlang der Arbeitsprozesse.

 

Warum Social Learning mehr als Digitalisierung des Lernens bedeutet ...

Social Software zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Partizipation der Mitglieder einer Community ermöglicht. Social Learning funktioniert damit über den gleichen Mechanismus, der so kennzeichnend für das Web 2.0 bzw. Social Software allgemein ist: Die Lerner werden, als Mitglieder einer Community, Inhaltslieferanten von Informationen, die sie gerne mit anderen teilen. Dabei sind die Lerner*innen durch das Teilen in der Lage, das Gelernte (gemeinsam) kritisch weiterzuentwickeln. Was Social Learning Prozesse, vor allem deren Ergebnisse in Form des generierten Wissens, sehr kreativ und vielseitig macht. "[Such] knowledge is simultaneously seen as [...] a social activity, a commons within wich knowledge flows as people share and refine ideas" (Frances Bell 2011 -  Connectivism). Aber auch zeigt, dass für ein erfolgreiches Social Learning gerade nicht die neueste digitale Technologie oder die technisch ausgeflipptesten Tools entscheidend sind.

 

... und wobei wir unterstützen können.

Wenn im Unternehmen oder der Organisation dafür gesorgt wird, dass sich das kollaborative Lernen im Rahmen der Gruppen- und Teamarbeit entwickelt, werden die Communities zum idealen und effektiven Umfeld für das Lernen. Durch Social Learning bekommen Sie die Experten, die Sie sich wünschen und die Sie brauchen. Über unsere Workshops und Instrumente bieten wir vielfältig die Möglichkeit, bei einer dazu notwendigen Zielbestimmung zu helfen. Welche Grundlagen für ein Social Learning gibt es bereits? Wohin soll sich das Social Learning im Unternehmen entwickeln? Wie soll es konkret implementiert werden? Welcher Weg ist der einfachste, um es in die Social Plattform zu integrieren? Je nach Ausgangslage sind sowohl die einzuschlagende Richtung, als auch die Schritte hin zu einer Integration von Social Learning in Social Plattformen sehr vielfältig, dabei aber spezifisch umsetzbar. Tun Sie es einfach. Wir helfen dabei.

Über den Autor

Alexander Klier Social Learning Consultant
Social Collaboration und Social Learning gehören zusammen. Gemeinsam denkt man weiter.

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