Social [+] Machen - Machen heißt Entscheiden

Von Sebastian Thielke 06.03.2015
Social [+] Machen - Machen heißt Entscheiden

English Version

Damit der digitale Wandel in den Unternehmen vorangehen kann, müssen Unternehmen handeln. Sie müssen Social machen. Dabei sind es die kleinen Schritte, die die Unternehmen mehr in Richtung erfolgreiche Umsetzung tragen. Es wurden viele Theorien entwickelt und eine Menge Strategien aufgestellt. Diese Schritte sind enorm wichtig, vor allem für das Gesamtbild und den umfassenden Wandel. Aber aus dem theoretischen Gesamtbild müssen ganz klare Schritte für die Umsetzung entstehen. Der Ansatz der kleinen Schritte ist hier die Methode für den Erfolg. Große Bilder und Theorien werden so herunter gebrochen, dass sie einfach, umsetzbar und anpackbar sind. Hierfür ist einer wichtiger Schritt Voraussetzung: Entscheiden. Denn Entscheiden heißt Machen.  Hier muss man es einfach halten. Eine wichtige fiktive Persönlichkeit hat hierzu ein klares Statement formuliert: "Do. Or do not. There is no try."

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Entscheidung heißt, dass man sich ganz klar ohne Netz und doppelten Boden für eine Richtung entscheidet. Das man eine Entscheidung trifft, die selbstverständlich Folgen mit großer Reichweite hat. Dazu gehört auch der Schritt und das Eingeständnis, dass vorhandene Strukturen geändert werden müssen. Die Entscheidung, dass der Status Quo kein Bestand hat, ist eigentlich das grundlegende unternehmerische Verhalten. Nur weil etwas aktuell funktioniert heißt es nicht, dass es das Unternehmen auch bei zukünftigen Herausforderungen trägt. Der Status Quo und die Aussage "Wieso sollen wir was ändern, es funktioniert doch alles." sind das Abstellgleis für Unternehmen und deren Entwicklung.

Annehmen, Entwickeln oder Versagen

Die Entscheidung zu treffen, nicht in der eigenen Komfortzone zu verharren, bedeutet sich diesen drei Aspekten zu stellen. Entweder passe ich mich den Marktgegebenheiten an oder ich entwickle mich innovativ und selbstgetrieben. Das Versagen ist in dieser Konstellation die Konsequenz im der Status Quo Starre zu verharren. Das Unternehmen friert sich durch seinen derzeitigen Erfolg selbst ein und wir wissen ja, was mit den Eingefrorenen passiert ist - sie sind ausgestorben.

Die Konsequenzfalle umgehen

Entscheiden heißt, natürlich andere Optionen und Möglichkeiten erst einmal als nebensächlich zu betrachten. Aber es heißt nicht, dass die getroffenen Entscheidung unfehlbar ist. Das übliche Problem hier ist die Konsequenzfalle - Wir haben eine Entscheidung getroffen und nun müssen wir sie auch durchziehen. Dieser Falle kann und muss man entkommen, sonst bewegt man sich unaufhaltsam auf das Versagen zu. Natürlich versucht man durch Risikoanalysen, Prognosen und Abschätzungen die Entscheidung zu begründen sowie abzuwiegen. Aber irgendwann entsteht dann doch einmal der Punkt, dass es doch die falsche Entscheidung war. Die Antwort hier heißt: Fehlerkultur. Der Fehler der Fehlentscheidung muss als solcher erkannt, anerkannt, genutzt und evaluiert werden.

Entscheidungen, Fehler und Machen

Die Fehlerkultur bietet für Entscheidungen eine dynamische Entwicklung. So lassen sich eingeschlagene Wege, festgelegte Ziele und umfangreiche Projekte anpassen und umlenken ohne die Organisation oder das Vorhaben zu gefährden.

  • Entscheiden heißt Machen.
  • Entscheiden heißt Konsequenzen schaffen.
  • Entscheiden heißt Fehler anzuerkennen.
  • Entscheiden heißt mit Fehlern zu lernen und zu entwickeln.
  • Entscheiden heißt umsetzen.

Vielfach scheitert der digital Wandel oder die Social Business Umsetzung eben an der klaren Entscheidung. Man begibt sich gerne in den sicheren Hafen von "Wir testen das mal" und "Wir machen mal einen Business-unabhängigen Piloten ohne Konsequenzen" und dann kann man es ja auch besser ignorieren. Leider ist diese Herausforderung des digitalen Wandels nicht zu ignorieren. Sie verändert den Markt, die Anforderungen und das eigene Handeln. Unternehmen müssen zur Sache kommen und Entscheiden.  

Über den Autor

Sebastian Thielke Consultant für Digital Transformation
Social Business und Enterprise 2.0 - Strategieentwicklung, Enablement, Kommunikation sowie Wertschöpfung mit dem Hauptaugenmerk: Der Mensch macht das Unternehmen.