Worum geht es nun eigentlich genau? - Auf dem Heimweg von der ECMWorld in Düsseldorf

Von Siegfried Lautenbacher 05.06.2014

Die ECM World ist der neue Branchentreff, ja, von wem eigentlich? Fachkongress, Ausstellung, Lösungsparcour und Interaktion - alles in einer Veranstaltung für alle, die mit Enterprise Content Management und Dokumentenprozessen der Zukunft zu tun haben. Mit über 700 Teilnehmern wurde es tatsächlich eine große Veranstaltung, wenngleich die gewählten Räumlichkeiten den Eindruck machten, es hätten noch ein paar Hundert mehr werden dürfen. Und was mache ich da? Genau - "Social" ist das Stichwort. In einem eigenen Track ging es um "Business Collaboration" und genau hier wurde das Spannungsfeld zwischen Prozessoptimierung und neuer Arbeitsorganisation deutlich.

Beck et al. Services durfte an zwei Stellen mitmachen. Ich hatte die Gelegenheit,  einen Vortrag über das Thema "Integration von ECM & Social - Wo stehen wir?" zu halten, zusätzlich durfte ich am zweiten Tag noch einer Podiumsdiskussion über den Zustand von Social in deutschen Unternehmen als Podiumsmitglied beiwohnen. Hier einige subjektive Eindrücke: ECM "ein weites Feld".. Ich war schwer beeindruckt von der Bandbreite der diskutierten Themen : von Archivierung bis Big Data, von automatisierter Rechnungsverarbeitung zu Cloud Computing, von Workflow zu Social.  Ach ja, Wissensmanagement ist dabei auch nicht vergessen, war vielleicht sogar eine Art "Klammer".

Insgesamt vielleicht ein wenig viel auf einmal für zwei Tage, denn es braucht ja auch Zeit zum Verdauen. Silos sind nicht überwunden.. Jetzt kann ich nur von ECM und Social sprechen - in den Gesprächen, die ich während der Tage führen konnte, hatte ich den Eindruck,  dass die beiden Domänen "ECM" und "Social" noch ziemlich nebeneinander herlaufen. Da ist es in jedem Fall schon ein Fortschritt, wenn es auf dem Branchentreffen der ECM'er einen Track zum Thema "Social" und neue Arbeitsformen gibt.  

Meine Folien finden sich hier:

 

Die Podiumsdiskussion am zweiten Tag mit den "üblichen Verdächtigen" fiel leider etwas kurz aus. Gerade als wir uns warmgeredet hatten, war die Zeit um. Zwanzig Minuten Diskussionszeit sind halt verdammt wenig, wenn fünf Leute mit diskutieren wollen.

Fazit .. Kompliment! Ich fand es extrem spannend, nicht auf einem der üblichen Klassentreffen der "Social"s  zu sein, sondern sich mit anderen Silovertretern zu unterhalten. Das öffnet so manche Augen und bringt neue Dimensionen. Freue mich auf 2015! Vielleicht dann weniger Silo und mehr Verbindung!

Über den Autor

Siegfried Lautenbacher Gründer und Geschäftsführer
Gründer und Geschäftsführer bei Beck et al. Services. Lead Consultant für High Performance