Legacy aufräumen - in die Cloud

IT-Leiter und CIOs bei Mittelständler kennen das: Ältere IT Applikationen und Umgebungen die zwar immer weniger genutzt werden, aber dennoch im Rechenzentrum betrieben werden müssen. Eine aktuelle Studie zeigt zum Beispiel, dass viele Unternehmen, die Sharepoint im Einsatz haben, mittlerweile 2 bis 3 unterschiedliche Sharepoint-Versionen und mehrere Farmen betreiben. Jeder redet von Sharepoint 2013, Sharepoint Online/Office365 und dem neuen Sharepoint 2016 - aber tatsächlich verursachen alte Sharepoint 2007 und 2010 Farmen hohe Kosten.

Das Kernproblem von Legacy-Plattformen ist, dass es immer teurer wird, sie in Betrieb zu halten. Alte Hardware, alte Betriebssysteme und alte Backup-Software sind teuer in ihrer Wartung. Support- und Wartungsverträge, wenn überhaupt noch verfügbar, sind ebenfalls sehr teuer. Aber wohin mit den Workflows, den Eigenentwicklungen und den ganzen Daten, die in Sharepoint 2007 oder 2010 angehäuft wurden?

Die Lösung für diese und andere Legacy Applikationen kann eine Migration in die Virtual Private Cloud sein.

In derselben Situation befinden sich auch Applikationen, die auf Windwos Server 2003 oder SQL Server 2005 implementiert sind und laufen. Der reguläre Support von Microsoft ist für diese Server abgelaufen. Eine Migration ist oft schwierig und teuer, sodass sie sich nicht lohnt. Abschalten ist aber auch keine Alternative für viele, da noch wichtige Referenzdaten darin liegen, die oft von einigen wenigen Anwendern verwendet werden und noch weitere 5 oder 10 Jahre aufbewahrt werden müssen. Hier wird das Risiko von Legacy Plattformen deutlich: Die Hersteller bieten keinen Support und keine Patches mehr an. Das Admin-Team hat oft nicht mehr das notwendige Know-how um die alten Systeme weiter zu betreuen. Was tun mit dem Risiko, das in allen Listen und Büchern auftaucht?

Eine weitere häufige Legacy-Plattform im deutschen Mittelstand ist Lotus Notes/Domino. In den 90er Jahren wurden viele Workflow-Applikationen in Form von Notes Datenbanken genutzt, E-Mail wurde darüber abgewickelt, die Plattform Lotus Notes war bei allen Anwendern im Unternehmen im Einsatz. Mitte der 00er Jahre haben viele Unternehmen ihre E-Mail-Landschaft auf Exchange und Outlook standardisiert. In Lotus Notes verblieben sind oft nur noch kleine Anwendergruppen und viele Anwender von Workflow-Applikationen, für die sich ein Umzug - d.h Neuentwicklung auf einer anderen Plattform - nicht lohnt.

  • Der CIO/IT-Leiter wird diese Applikationen aus seinem Bestand/aus seinem Rechenzentrum los.
  • Die Applikation läuft isoliert in einer ausgegliederten Umgebung in der Cloud.
  • Die Verbindung zwischen Firmennetz/Rechenzentrum und Virtual Private Cloud lässt sich sehr gut kontrollieren, d.h. Fehler in der Legacy-Applikation verbreiten sich nicht, Würmer und Viren alter, schlecht gepatcher Plattformen und Server können "kontingent" innerhalb des ausgegliederten VPC Netzes gehalten werden und gefährden das Firmennetzwerk weniger.
  • Backup und Langzeitarchivierung auf Cloud-Storage ist super einfach.
  • Zugriff von externen Spezialisten, die mehr Erfahrung in der alten Plattform haben als die eigene Truppe, ist super einfach zu realisieren und bleibt ebenfalls auf das VPC begrenzt, d.h. keine externen "Experten" in meinem Netz, auf meinen Desktops, auf meiner virtualisierten Serverumgebung im Rechenzentrum, mit meiner Truppe oder meinem Outsourcer.
  • Clients dieser Plattformen können über Cloud Desktops (AWS Workspace) abstrahiert werden, was den Windows Desktop-Administratoren zu Gunsten kommt, da sie sich nicht mehr um die Installation, Konfiguration, Patching und Support von alten, "komischen" Clients auf aktuellen Windows Desktops/Notebooks kümmern brauchen. Die Clients können gemeinsam mit den Servern optimal im VPC von den Experten in der Legacy Plattform betrieben werden.
  • Last but not least: Legacy Plattformen haben meist eine immer geringere Nutzerzahl. Oft ist die interne Plattform für 10.000 Anwender ausgelegt gewesen, aktuell nutzen aber nur noch ein Bruchteil dieser Anwender ab und zu die Applikation. D.h. in der Cloud kann eine entsprechende Anpassung bei der Migration vorgenommen werden, was die Kosten massiv reduziert, z.B. durch Abbau von High-Availability Cluster oder durch Downsizing von zu großen Servern.
    Je weniger Anwender es werden, desto weniger kostet die Plattform. In der AWS Cloud können zudem später noch die Virtuellen Maschinen verkleinert werden, wenn weniger Anwender/weniger Ressourcen benötigt werden, oder die Plattform kann nur zu bestimmten Betriebszeiten aktiviert werden und man zahlt eben dann nur für die wenigen Stunden, in der die Plattform tatsächlich aktiv ist.

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